German 15

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By Patricia Heufers

Moderne Biographien sind vielfach von Offenheit und Multioptionalität geprägt. Individuen sind daher gefordert, ihre Biographien selbstständig zu gestalten und dabei ihre eigenen Präferenzen mit den sozialen Kontexten in Einklang zu bringen. Anhand von 18 biographisch-narrativen Interviews untersucht Patricia Heufers, woran sich Individuen bei der individuellen beruflichen Biographiegestaltung orientieren. Sie rekonstruiert vier Typen beruflicher Orientierung, die im Hinblick auf das Weiterbildungsverhalten und die Relationierung von Privat- und Berufsleben idealtypisch unterschieden werden. Die rekonstruierten Muster biographischen Lernens zeigen, wie es den Interviewten gelingt, die biographische Offenheit durch einen ‚Dreiklang‘ aus individuellen Präferenzen, sozialen Referenzen und der Interdependenz dieser beiden Aspekte zu kanalisieren. Es wird deutlich, dass trotz – oder wegen – einer kaum überschaubaren Optionenvielfalt nur einige wenige berufsbiographische Orientierungsmuster vorliegen.

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42 3 Lernen und Biographie von Ungewissheit und Diskontinuität geprägt ist, ist es für die Individuen von Bedeutung, eine eigene Biographie anzulegen. Wenn normalbiographische Muster immer weniger verlässlich sind, müssen eigenständige Orientierungsmuster entwickelt werden (Schelepa 2010, S. 124). Oder anders: „Wenn strukturelle Widersprüche am Übergang zwischen Lebensphasen und in Passagen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Handlungsfeldern virulent werden, bedeutet dies für die Individuen, daß eingespielte Orientierungen und Handlungsstrategien nicht mehr greifen“ (Heinz 1993, S.

Institutionelle Ablaufmuster der Lebensgeschichte sind vorgegeben und werden von der Gesellschaft erwartet. Gemeint sind Institutionen wie Ausbildung oder Beruf. 3. Verlaufskurven zeugen davon, dass der Biographieträger überfordert ist und die Kontrolle über die Lebensereignisse verliert. 4. Wandlungsprozesse sind im Gegensatz zu Handlungsschemata nicht ge23 plant, sondern für den Biographieträger überraschende Wandlungen. Während bisher biographische Konzepte weitgehend unabhängig von Lernprozessen vorgestellt wurden, werden im Folgenden biographietheoretische Überlegungen zum Lernen in der Lebensspanne erörtert.

Wie bereits aufgezeigt, findet biographisches Lernen seine Bestimmtheit innerhalb des Lernenden. Das heißt, dass sich Lernen zwar im Individuum vollzieht, aber nicht losgelöst vom Äußeren betrachtet und verstanden werden kann. Es ist von sozialen Kontexten und Lebenswelten abhängig bzw. in sie eingebunden (Alheit/Dausien 2009, S. ), es ist auf Kommunikation und Interaktion angewiesen, es entwickelt sich in der Auseinandersetzung mit der Umwelt (Schulze 1993, S. 207). Im Hinblick auf die Kontextabhängigkeit von Lernen weisen Biesta et al.

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